Coffee to go – aber bitte umweltfreundlich!

Wer will schon unterwegs auf seinen geliebten Kaffee verzichten! Eine Latte Macchiato auf der Parkbank im Sonnenschein, lecker wie vom Italiener, fühlt sich schon fast wie Urlaub an. Schnell im Auto, frisch von der Raststätte, und die Fahrt kann weitergehen. Auf dem Weg zur Arbeit, beim Shoppen, die Möglichkeiten, das dampfende, aromatische Heißgetränk nebenher zu genießen, sind unbegrenzt.

Hört man aber die Zahlen, wie viel Müll die Einwegbecher verursachen, wird es mir schon schwindelig. Der Genuss wird weniger und das schlechte Gewissen mehr. In Deutschland werden stündlich ca. 320.000 Coffee to go-Becher verbraucht, das sind 2,8 Milliarden Stück pro Jahr! Die Becher bestehen aus Pappe und Kunststoff. Für ihre Herstellung wird jede Menge Wasser benötigt, es müssen frische Bäume gefällt werden und für den Kunststoffanteil wird Rohöl verwendet. Durch diese Kombination der Materialien wird auch das Recycling entsprechend erschwert. Viele Becher landen zudem in der Natur, in Parks oder am Straßenrand.

Schön, dass sich immer mehr Unternehmen und auch Städte dieses Themas angenommen haben. Bei McDonald´s – bisher eher bekannt als Müllverursacher – erhält man auf Wunsch sein Heißgetränk im gekauften oder mitgebrachten Mehrwegbecher – und bekommt dafür sogar noch 10 Cent Rabatt.

Auch die Kaffeehaus-Kette Starbucks hat sich dieses Themas angenommen. So erhält man für wiederverwendete Becher sogar einen Nachlass von 30 Cent. Ihr Ziel ist es, 25% der Getränke in wiederverwertbaren Behältern anzubieten.

In der Universitätsstadt Freiburg im Breisgau haben sie den Freiburg-Cup eingeführt, ein Pfandsystem auf Mehrwegbecher. Cafés und Backshops, die bei der Aktion mitmachen, füllen das geliebte Heißgetränk in den Mehrwegbecher, das Pfand beträgt dabei 1 Euro. Der Becher kann in jedem teilnehmenden Geschäft abgegeben werden, hier wird er auch wieder hygienisch gespült und wartet auf seinen erneuten Einsatz. Andere Städte wie Hamburg und Rosenheim haben entsprechende Konzepte.

Mehr und mehr avanciert der Mehrwegbecher zum trendigen Accessoire des Großstädters, er ist neben Tablet und Smartphone kaum mehr wegzudenken. Bei der riesigen Auswahl an Materialien und Formen bleiben keine Wünsche mehr offen. Der Mercedes unter den Bechern ist ganz klar der dicht verschließbare Isolierbecher aus lebensmittelechtem, rostfreiem Edelstahl, er hält ewig warm und es läuft absolut sicher nichts aus. Weitere Isolierbecher gibt es auch aus geschmacksneutralem Kunststoff oder Porzellan, mit dichtem Deckel oder als Trinkdeckel, ganz wie ihr wollt. Doch eines haben sie gemeinsam: sie lassen sich spülen und wiederverwenden. Außerdem schmeckt der Kaffee meines Erachtens nach besser aus einem stylischen Becher als aus einem labbrigen Papp-Plastik-Ding. Er bleibt länger warm und frisch im Geschmack.

Natürlich wird bei der Verwendung von Mehrwegbechern ein Stück Bequemlichkeit eingebüßt, denn ihr müsst den schmutzigen Becher mitschleppen und anschließend spülen. Auch für die Herstellung und Nutzung des Mehrwegbechers werden Wasser, Energie und Rohstoffe verbraucht. Doch hochgerechnet auf die lange Lebensdauer relativieren sich die Kosten und die Ökobilanz stimmt.

Nicht jedes Café und jeder Kiosk füllt euch den Coffee to go in eure eigenen Becher, doch es werden zum Glück immer mehr. Es wäre auch wünschenswert, wenn immer mehr Städte entsprechende Mehrweg-Konzepte anbieten würden. Es wird auf jeden Fall höchste Zeit zum Umdenken.

 

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