Einhörner, soweit das Auge reicht!

Für die einen ist es ein fabelhaftes Fantasiewesen, friedlich grasend – oder Kekse krümmelnd – in einer heilen Welt voller Glitzer, Glimmer und grenzenlosem Regenbogen. Für die anderen ist die Einhorn-Aufregung ein nicht nachvollziehbarer Hype, der mit sanftem Lächeln oder verständnislosem Kopfschütteln zur Kenntnis genommen wird.
Seit einiger Zeit schon begleitet uns dieser Trend um das magische Tier und es gibt nichts, was es nicht auch mit bzw. als Einhorn gibt:
Bei Tisch wird mit Einhorn-Salz- und -Pfefferstreuer gewürzt, geruht mit Einhorn-Einschlafbrillen, dunkle Kinderzimmer werden mit Einhorn-Nachtlampen beleuchtet. Daten auf einen Einhorn-USB-Stick geladen, Musik mit Einhorn-Kopfhörern gelauscht, Notizen mit Einhorn-Bleistiften gemacht. Im Café wird Einhorn-Frappuccino bestellt, der Gesundheitsbewusste trinkt Einhorn-Smoothies, genascht werden Einhorn-Fruchtgummies und -Schokolode und ganz Mutige essen statt Salami- heute lieber eine Einhorn-Pizza.
Daneben freilich nicht zu vergessen die „Klassiker“: Bettwäsche, Kleidung, Tassen etc.

Wie immer man diesem Trend gegenüber eingestellt ist, er ist ebenso hartnäckig wie beeindruckend.
Und da stellt sich doch die Frage: Woher kommt dieser und was verleiht ihm diese Durchsetzungskraft?
Wie erwartet, ist es nicht (nur) das Horn, das bei seinen Fans den Durchbruch verursacht hat. Es ist wohl vielmehr das Gesamtbild, das das Einhorn und seine Lebenswelt uns vermittelt. Das Einhorn steht für das Beste und Reinste. Es ist absolut makellos und wunderschön. Und es lebt in einer friedlichen Welt voller Glitzer, Glanz und grenzenlosem Regenbogen. Diese rosa Fantasiewelt ist angesichts täglicher Schreckensnachrichten ein hoffnungsvoller Zufluchtsort, an dem die kindliche Naivität und der Glaube an einen stets guten Ausgang der Geschichte grundlegende Berechtigung erfährt.
Das Einhorn und der Mythos um dieses Fabelwesen ist dabei alles andere als neu.
Bereits 400 vor Christus wurde es erstmals erwähnt. Ktesias, Leibarzt am persischen Hof beschreibt das Einhorn als Pferd mit weißem Körper, rotem Kopf, blauen Augen und einem einzigen, mächtigen Horn auf der Stirn. In den folgenden Epochen wird es dann fast immer erwähnt: Von Aristoteles in der Antike, von Hildegard von Bingen im Mittelalter. Der Entdecker Marco Polo will im Spätmittelalter sogar eines auf Sumatra gesehen haben.
So unterschiedlich all diese Überlieferungen gewesen sein mögen, eines hatten sie gemeinsam: Das Einhorn gewinnt – und zwar immer.
In der heutigen Zeit hat das Einhorn auch in der Wirtschafts- und Finanzbranche symbolische Bedeutung. In der Welt der Start-Ups steht der englische Begriff Unicorn seit Beginn des 21. Jahrhunderts für Unternehmen, die mehr als eine Milliarde Dollar wert sind. Das Einhorn steht für den Durst nach genialen Ideen, ist in der Finanzbranche aber auch ein Symbol für Rücksichtlosigkeit, Härte, ja sogar Brutalität.

Dieses Bild vom wenig netten, hübschen Einhorn entspricht auch eher dem spektakulären Fund, den Forscher Anfang diesen Jahres gemacht hatten: Das Tier mit dem einen Horn, es soll tatsächlich existiert haben. In Kasachstan wurde der Schädel eines sibirischen Einhorns gefunden, das noch vor knapp 30 000 Jahren gelebt haben soll. Weit gefehlt, wer jetzt an einen eleganten Pferdekörper mit schneeweißem Fell und glitzerndem Regenbogen-Schweif denkt. Der Fund lässt vielmehr auf ein Wesen mit dunklem, struppigem Fell, massigem Körper und einem breitem Schädel mit Horn schließen. So schön in etwa wie ein Mammut, Nashorn oder Bison ;-).
Mit dieser doch eher desillusionierenden Vorstellung eines vermeintlich fröhlich-fantasievollen Fabelwesens, möchte ich Euch aber nicht entlassen. Das wäre doch etwas zu triste, oder?!
Darum hier noch ein paar, wie ich finde, lustige Einhorn-Sprüche und eine kreative Einhorn-Back-Anregung.

 

Einhorn-Sprüche

    • „Mein Einhorn sagt: Die Realität lügt“ oder „Die Realität ist was für Menschen, die Angst vor Einhörnern haben.“
    • „Wenn ich nicht mehr weiter weiß, frage ich mein Einhorn. Das hat zwar selten eine Lösung, aber es guckt so süß.“
    • „Ärgere niemals ein Einhorn, es haut dich pink und rosa.“
    • „Alle verrückt hier. Komm Einhorn, wir gehen!“
    • „Als man mir sagte, ich lebe in einer Fantasiewelt, bin ich vor Schreck fast von meinem Einhorn gefallen.“

Einhorn-Kuchen

Eigentlich könnt Ihr als Basic jeden beliebigen Teig nehmen. Ganz passend finde ich das Rezept vom Regenbogenkuchen-Teig.

Zutaten (für eine 26 cm Springform)
5 Eigelb
250g Zucker
1Pck. Vanillezucker
1/2 Flasche Butter-Vanille-Aroma
125 ml Wasser, warmes
250ml Öl
375g Mehl
1Pck. Backpulver
5 Eiweiß
Lebensmittelfarbe, 5 verschiedene
Fett, für die Form

Zubereitung
Arbeitszeit: ca. 30 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 50 Min. / Schwierigkeitsgrad: normal
Eigelb und Zucker schaumig schlagen, Vanillezucker, Wasser und das Aroma dazugeben und noch ein bisschen weiter schlagen. Unter ständigem Rühren langsam das Öl hinzufügen.

Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und portionsweise unterrühren. Das Eiweiß zu Schnee schlagen und vorsichtig unter den Teig heben. Den Teig in 5 gleiche Teile aufteilen und die Farben einrühren.

Eine 26 cm große Springform einfetten und den Ofen auf ca. 160 Grad vorheizen. Den Teig Esslöffelweise in die Mitte geben (z.B.: 1 EL rot, auf diesen Klecks 1 EL blau, hier drauf 1 EL gelb usw.) Der Teig verteilt sich von selbst in der Form.

Den Kuchen jetzt für ca. 50 Minuten backen. Den Kuchen etwas auskühlen lassen und aus der Form lösen. Und dann geht das Vorhaben „Einhorn-Kuchen“ erst so richtig los und Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Dieses Rezept läßt sich auch prima mit einer Kastenform umsetzen. Oder wie wäre es mit Einhorn-Muffins oder -Keksen?!
Hier noch ein paar passenden Einhorn-Back-Utensilien aus unserem Shop
Ausstecher „Einhorn“
Zenker Kastenform „Candy“
Zenker Muffins-Backform „Candy“
Gräfe und Unzer Motivtorten-Set

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